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Anmerkungen: Dieser Service ist nur für kritische Situationen gedacht, in denen Ihr Webshop ausfällt oder schwerwiegende Probleme aufweist. Für regelmäßigen Support nutzen Sie bitte unsere normalen Supportkanäle.

Verlustbringer

Ein Lockvogel ist ein Produkt, das absichtlich zum oder unter dem Selbstkostenpreis verkauft wird, um Kunden in Ihren Online-Shop zu locken, in der Erwartung, dass sie gleichzeitig andere, profitablere Produkte kaufen.

Was ist ein Lockvogelangebot?

Bei der Loss-Leader-Strategie geht es darum, auf den Gewinn bei einem Produkt zu verzichten, um Kunden anzulocken und den Verkauf anderer Produkte zu fördern. Supermärkte wenden diese Strategie schon seit Jahrzehnten an – man denke nur an Milch oder Bananen zu Schnäppchenpreisen, die Kunden in den Laden locken, wo sie ihren Einkaufswagen dann auch mit profitablen Artikeln füllen.

Bei Online-Shops funktioniert das Prinzip genauso: Ein attraktives Angebot lockt Besucher in Ihren Shop, und sobald sie dort sind, kaufen viele von ihnen weitere Produkte.

Loss-Leader im E-Commerce

Für Online-Shops lässt sich die Loss-Leader-Strategie auf verschiedene Weise nutzen:

  • Traffic-Generierung: Ein beliebtes Produkt zu einem außergewöhnlich günstigen Preis zieht Besucher über Preisvergleichsseiten und Google Shopping an.
  • Kundengewinnung: Der erste Kauf erfolgt mit Verlust, aber der Kunde registriert sich, und Sie können ihn künftig über Newsletter und Remarketing ansprechen.
  • Cross-Selling: Der Loss Leader wird ganz natürlich zusammen mit profitablen Zusatzprodukten verkauft. Zum Beispiel ein Drucker (Loss Leader) mit Tintenpatronen (hohe Marge).
  • Marktanteil: Aggressive Preise bei ausgewählten Produkten können Kunden von Wettbewerbern abwerben und Ihre Marke etablieren.

Beispiele für Lockangebote im E-Commerce

  • Elektronik: Eine Spielkonsole wird zum Selbstkostenpreis verkauft – der Gewinn stammt aus Spielen, Controllern und Zubehör.
  • Kaffee: Eine Kaffeemaschine wird günstig verkauft – der Kunde ist darauf angewiesen, anschließend Kapseln zu kaufen.
  • Hautpflege: Ein Starter-Set wird zum halben Preis verkauft – der Kunde kauft nach und nach Nachfüllpackungen und Produktreihen dazu.
  • Abonnementmodelle: Die erste Lieferung ist kostenlos oder stark reduziert – der Gewinn entsteht durch wiederkehrende Käufe.

Risiken bei Lockangeboten

  • Kunden kaufen nur den Lockvogelartikel: Wenn Kunden keine profitablen Produkte dazukaufen, verlierst du bei jeder Bestellung Geld.
  • Preisprobleme: Es kann schwierig sein, das Produkt anschließend zum normalen Preis zu verkaufen, und Kunden erwarten dauerhaft niedrige Preise.
  • Preisvergleichsseiten: Ihr niedriger Preis kann reine Schnäppchenjäger anziehen, die nur das günstige Produkt kaufen und nie wieder zurückkehren.
  • Cashflow: Hohe Verluste bei einzelnen Artikeln können die Liquidität belasten, insbesondere bei kleineren Online-Shops.
  • Reaktion der Konkurrenz: Konkurrenten können Ihren Preis nachziehen, wodurch der Vorteil zunichte gemacht wird und alle mit geringeren Margen dastehen.

Wann ist ein Lockvogelangebot sinnvoll?

Die „Loss-Leader“-Strategie funktioniert am besten, wenn:

  • Natürliche Zusatzverkäufe: Das Produkt führt ganz natürlich zum Kauf von Zubehör oder Verbrauchsgütern mit hoher Marge.
  • Hoher Customer Lifetime Value: Der Kunde kommt immer wieder – der Wert der Kundenbeziehung gleicht den Verlust beim ersten Kauf aus.
  • Breites Sortiment: Ihr Sortiment ist breit genug, sodass bei jedem Besuch Cross-Selling wahrscheinlich ist.
  • Starke Nachverfolgung: Sie verfügen über Systeme zur Nachverfolgung (Newsletter, Remarketing) und zur Umwandlung von Gelegenheitskunden in treue Kunden.

Alternative: Break-even-Strategie

Anstatt mit Verlust zu verkaufen, können Sie zum Selbstkostenpreis (Break-even) verkaufen. Sie verdienen zwar nicht am Produkt selbst, machen aber auch keinen Verlust. Das reduziert das Risiko erheblich und kann dennoch preisbewusste Kunden anziehen. Für viele Online-Shops ist die Break-Even-Strategie ein nachhaltigerer Ansatz als reine Loss-Leader.

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Wir beschäftigen uns selbst seit Jahrzehnten mit Online-Marketing. Als einziges Shopsystem im Land haben wir bereits mehrfach auf Konferenzen wie Marketingcamp, SEOday, Shopcamp, Digital Marketing, E-Commerce Manager, Ecommerce Day, Web Analytics Wednesday und vielen mehr gesprochen.

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