Pixel tauschen
Pixel-Swapping (auch Pixel-Huckepack oder Container-Tag-Switching genannt) ist eine Technik, bei der ein Tracking-Pixel nach der Implementierung durch ein anderes ersetzt wird - in der Regel wird sie von unehrlichen Partnern in betrügerischer Absicht eingesetzt, um Conversions zu kapern, die zu einem anderen Kanal gehören.
Was ist Pixel-Swapping?
Pixel-Swapping ist eine Betrugsmethode im Affiliate-Marketing und in der digitalen Werbung, bei der sich jemand Zugang zur Tracking-Implementierung eines Online-Shops verschafft, um Zählpixel zu ersetzen oder zu manipulieren. Es kann auf verschiedene Weise geschehen, aber das Grundprinzip besteht darin, sich Konversionen gutschreiben zu lassen, die Sie nicht generiert haben.
Wie funktioniert das?
Die typischste Form des Pixeltauschs in einem Affiliate-Kontext:
- Ein Webshop installiert das Tracking-Pixel eines Partners (z. B. über ein JavaScript-Tag).
- Der Partner ändert den Inhalt seines Tags so, dass er andere Tracking-Elemente lädt - z. B. Cookie-Stuffing-Skripte, die die Cookies anderer Partner überschreiben
- Das Ergebnis ist, dass dem Partner Verkäufe gutgeschrieben werden, zu denen er nicht beigetragen hat.
Es kann auch zu technischeren Varianten kommen, bei denen ein Container-Tag (z. B. ein Tag-Management-Tag) verwendet wird, um nicht autorisierte Tracking-Skripte in Ihrem Webshop zu laden.
Konsequenzen
- Falsche Zuweisung: Sie zahlen Provisionen für Verkäufe an den falschen Partner. Die tatsächliche Quelle des Traffics wird nicht angerechnet.
- Erhöhte Kosten: Sie zahlen doppelt - an den Werbetreibenden, der den Traffic tatsächlich verursacht hat, und an den Partner, der die Konversion verschleppt.
- Auswirkungen auf die Daten: Ihre Analysedaten sind verunreinigt und Sie treffen Marketingentscheidungen auf der Grundlage falscher Daten.
- Sicherheitsrisiko: Unbefugte Skripte können potenziell Kundendaten sammeln oder Malware einschleusen.
Wie Sie Pixel-Swapping verhindern können
- Verwenden Sie Google Tag Manager: Zentralisieren Sie das gesamte Tracking in GTM, wo Sie die volle Kontrolle darüber haben, welche Tags geladen werden. Vermeiden Sie es, externen Parteien direkten Zugriff zu gewähren, um Skripte in Ihren Code einzufügen.
- Prüfen Sie Ihre Tags regelmäßig: Überprüfen Sie regelmäßig alle Tracking-Skripte in Ihrem GTM-Container oder Quellcode. Suchen Sie nach Tags, die Sie nicht kennen.
- Serverseitiges Tracking: Mit serverseitigem GTM haben Sie die volle Kontrolle darüber, was an Dritte gesendet wird. Kein externes JavaScript kann den Tracking-Fluss manipulieren.
- Überwachen Sie die Leistung von Partnern: Wenn ein Partner plötzlich eine ungewöhnlich hohe Konversionsrate aufweist oder sich Verkäufe aus Markensuchen gutschreiben lässt, sollten Sie dem nachgehen.
- CSP (Content Security Policy): Implementieren Sie Header für die Content Security Policy, um einzuschränken, welche Domains Skripte in Ihrem Online-Shop laden können.
Verwandte Begriffe
- Cookie-Stuffing: Der Affiliate platziert Cookies auf dem Gerät des Nutzers, ohne dass dieser auf einen Affiliate-Link geklickt hat. Wenn der Benutzer anschließend einen Kauf tätigt, wird dem Partner zu Unrecht eine Gutschrift erteilt.
- Click Injection: Vor allem auf Mobiltelefonen, wo eine bösartige App ein gefälschtes Klick-Ereignis registriert, kurz bevor der Benutzer einen Kauf über eine installierte App abschließt.
- Anzeigenbetrug: Die umfassendere Kategorie des Betrugs in der digitalen Werbung, zu der auch das Pixel-Swapping gehört.
Wir bei Shoporama kennen uns mit Online-Marketing aus
Wir beschäftigen uns selbst seit Jahrzehnten mit Online-Marketing. Als einziges Shopsystem im Land haben wir bereits mehrfach auf Konferenzen wie Marketingcamp, SEOday, Shopcamp, Digital Marketing, E-Commerce Manager, Ecommerce Day, Web Analytics Wednesday und vielen mehr gesprochen.